Startseite Aktuelles Urlaub Alltagsprobleme Frühförderung Beiträge Vorschulalter/Kindergarten Schule Jugendliche Werkstatt für Behinderte Recht/Gesetze Gesundheit Kontaktwünsche Reha-Technik Reha-Hilfen KfZ-Technik Kontakt gewünscht - Partner gesucht Flohmarkt - zu verkaufen Forum Sport Zeitschriften - Links auf Reha-Sektor Verlage - Links Veranstaltungen/Seminarangebote
Frühförderung:



Themen:
Spielend lernen
Das ungeborene als Patient
So finden Kinder Entspannung
Veranstaltungen


Allgemein:
Impressum


So finden Kinder Entspannung

E N T S P A N N U N G   D U R C H   S P I E L E N   U N D   K U S C H E L N 

Nicht nur Erwachsene leiden unter Stress. Auch Kindern kann der Alltag zu viel werden. Durch dicht gedrängte Termine, Leistungsdruck und Überforderung werden sie zappelig, können sich nicht konzentrieren und klagen zum Beispiel über Kopf- oder Bauchschmerzen. "Oft fehlt den Kindern Ruhe und Entspannung", erklärt Karin Schreiner- Kürten, Diplom-Psychologin beim AOK-Bundesverband. Um sich richtig wohl zu fühlen, braucht der Mensch die richtige Mischung aus Anspannung und Entspannung. Das gilt für Kinder genauso wie für Erwachsene. Dabei istStressnicht immer unbedingt schlecht. Positiver Stress spornt an und hilft dabei, Leistungen zu erbringen. Ungesund wird er allerdings, wenn die Phasen derEntspannung fehlen, wenn die Anspannung zum Dauerzustand wird. Das macht auch Kinder krank. Alarmsignale sind Bauchschmerzen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Kummerspeck, Appetitlosigkeit oder aggressives Verhalten. "Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Kinder früh genug lernen, wie sie in turbulenten Zeiten Ruhe finden und damit ihre Energiereserven wieder auftanken können", erläutert Expertin Karin Schreiner-Kürten. Ruhephasen einplanen Kinder suchen Ruhe nicht bewusst, sondern entspannen beim Spielen, Betrachten von Dingen oder beim Kuscheln und Toben. Wichtig ist es, dass Kinder Ruhe und Stille von klein auf als etwas Positives und Wertvolles erleben. Deshalb sollte der Tagesrhythmus der KinderPhasenderRuhevorsehen. Gerade in der Vorweihnachtszeit lieben Kinder eine Kuschelstunde, in der sie mit ihren Eltern bei Kerzenlicht gemütlich zusammensitzen." Kinder brauchen Rituale, die ihren Tag strukturieren und ihnen Halt geben", so Schreiner- Kürten. Die liebevolle UmarmungamMorgen, das Gespräch beim gemeinsamen Essen oder die Vorlesestunde am Abend helfen den Kindern,RuheundErholung zu finden. "Die Art der Entspannung zu Hause sollte auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt sein", empfiehlt Schreiner-Kürten. Manche Kinder entspannen sich beim Malen oder Basteln. "Besonders wertvoll ist das Malen von so genannten Mandalas. Die Erfahrung zeigt, dass das Ausmalen der harmonischen, immer auf einen Mittelpunkt hin angelegten Formen die Konzentration fördert und beruhigt." Manche Kinder kommen eher beim Zuhören zur Ruhe. Neben Entspannungsmusik können hierbei vor allem Fantasiegeschichten helfen. Die Kinder stellen sich beim Zuhören eine Geschichte bildlich vor und vergessen so für einen Moment den Alltagsstress. Als besonders wirkungsvoll für die Entspannung gelten auch bei Kindern Massagen, vorausgesetzt, das Kind kann die Körperberührung in Ruhe genießen. "Besonders gerne mögen viele Kinder die Massage mit einem Igel- oder Tennisball", so Schreiner-Kürten. Der Ball wird dabei mit sanft kreisenden Bewegungen über den Körper des Kindes geführt. Wirbelsäule und Bauch sollten dabei allerdings ausgespart bleiben. AOK-Kurse für die Kleinen "Eltern sollten sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie meinen, dass ihr Kind zu angespannt ist und nicht zur Ruhe kommt", rät Schreiner- Kürten weiter. So bieten unter anderen die Krankenkassen Kurse für Kinder an, in denen diese lernen können, zu entspannen. Für schüchterne, eher in sich gekehrte Kinder eignen sich eher solche Methoden, die mit der Vorstellungskraft arbeiten und dadurch positive Bilder vermitteln. Zappelige Kinder sollten lernen, ihren Körper bewusst wahrzunehmen, insbesondere die Unterschiede zwischen An- und Entspannung. Zum Beispiel progressive Muskelentspannung, Yoga oder Qigong können dabei helfen. Wichtig ist, dass die Kursinhalte auf das jeweilige Alter abgestimmt sind. Nur dann ist gewährleistet, dass die Kinder die Techniken und Methoden verstehen, und lernen, sie anzuwenden", erklärt Diplom- Psychologin Karin Schreiner-Kürten. Unter der Adresse www.aok.desindimInternet die Kursprogramme der jeweiligen AOKs einzusehen. Interessierte können sich auch bei ihrer AOK vor Ort erkundigen. Dort gibt es auch die Broschüre "Völlig losgelöst EntspannungfürKinder"mit vielen Erläuterungen und Tipps rund um das Thema Entspannung für Kinder. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.familienhandbuch. de oder www.kinderyoga. de. Kinder, die gerne selber imNetz stöbern, finden Entspannungstipps unter www.zzzebra.de. AOK-Mediendienst, Bonn 11/05



Nach oben