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Das ungeborene als Patient

Stuttgart – Etwa fünf Prozent aller Kinder kommen mit Fehlbildungen zur Welt. In Deutschland wird beispielsweise etwa einer von 500 Säuglingenmit einer Lippen-Kiefer-Gaumen- Spalte geboren. Der Früherkennung und den Ursachen von Fehlbildungen bei Kindern widmet sich der morgen beginnende XXIV. Internationale Kongress „The Fetus as a Patient“. Vom 12. bis 14. Juni 2008 diskutieren Ärzte und Wissenschaftler aus aller Welt im Congress Center Frankfurt neueste For−schungs−er−geb−nis−se und Fortschritte in der medizinischen Behandlung des Kindes im Mutterleib und direkt nach der Geburt. Zu den Schwerpunkten der Tagung gehören Frühdiagnostik bei Schwangeren, Behandlung von Fehlbildungen ebenso wie Probleme bei Mehrlingsschwangerschaften. Thema sind aber auch künstliche Befruchtung als Ursache von Fehlbildungen, deren Vorbeugung und der späte Abbruch einer Schwangerschaft. „Allem übergeordnet steht eine verbesserte Ultraschalldiagnostik während der Entwicklung des Kindes“, sagt Kongresspräsident Professor Dr. med. Eberhard Merz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Denn nur qualifizierte Ultraschallexperten seien in der Lage, verlässliche Ergebnisse zu erzielen, so der Direktor der Frauenklinik am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt. Fehlbildungen bei Kindern können erblich bedingt sein. Mögliche Ursachen sind aber auch Gifte aus der Umwelt und radioaktive Strahlen. Alkoholmissbrauch oder ein Infekt der Mutter gefährden das Kind ebenfalls. Auch Medikamente wie bestimmte Antibiotika, Beruhigungsmittel und die Antibabypille fördern Fehlbildungen. Mit Ultraschall lassen sich diese Schäden frühzeitig und schonend erkennen. In einem Vortag zur Eröffnung des Kongresses thematisiert deshalb ein betroffener Arzt Fehlbildungen an Armen und Beinen, die das Medikament Contergan in den 1970er Jahren vielfach ausgelöst hat. „Für immermehr intrauterine Störungen gibt es heute bereits angewandte Therapien und neue Therapieansätze“, sagt Professor Merz. Zu den etablierten Therapien am ungeborenen Kind gehören zum Beispiel Bluttransfusionen. Sie sind nötig, wenn sich die Blutgruppen von Mutter und Kind nicht vertragen. Dies kommt bei etwa jeder zehnten Schwangerschaft vor. Auch fetale Herzrhythmusstörungen behandeln Ärzte schon jetzt medikamentös. Sind bei Zwillingen die Blutkreisläufe krankhaft miteinander verbunden, kann ihnen eine Lasertherapie im Mutterleib das Leben retten. Ebenfalls Thema des Kongresses wird die medikamentöse Therapie bei Cytomegalieinfektion in der Schwangerschaft sein. Hierbei handelt es sich um eine Viruserkrankung, die ohne Behandlung meist zu schweren Schäden beim Ungeborenen führt. „Entscheidend für eine erfolgreiche Therapie von fetalen Fehlbildungen ist deren frühzeitige Erkennung mittels Ultraschall“, betont Professor Merz. Diese setzt wiederum die Qualifikation des Ultraschallarztes voraus. Denn dieser müsse die Bilder richtig deuten und die Technik sinnvoll einsetzen können. Medizinische Ultraschallgeräte sind inzwischen so hochauflösend, dass sich damit selbst kleine Defekte erkennen lassen. Mit Hilfe der 3D/4DUltraschalltechnik können Ärzte diese auch den Eltern gezielt zeigen. Oft zeigt die Ultraschalluntersuchung auch, dass ein Eingriff während der Schwangerschaft gar nicht notwendig ist und bis nach der Geburt des Kindes warten kann. „In diesem Fall geht es vor allem um ein optimales Management bei der Geburt und in der gezielten Versorgung des Neugeborenen“, sagt Professor Merz. Auf dem Kongress in Frankfurt diskutieren Experten auch ethische Aspekte der Frühdiagnostik und der Behandlung des Ungeborenen. The Fetus as a Patient XXIV International Congress Internet: www.fetus2008.com



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